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Als Lady GaGa noch ein Kind war, schnappte sie sich immer ihren kleinen Spielzeug-Kassettenrecorder und sang die Hits von Michael Jackson und Cyndi Lauper mit, wenn ihr Vater sie nicht gerade zum Sound der Beatles oder der Stones durch die Luft wirbelte. Ansonsten tanzte die frühreife „Lady“ auch gerne in Nobelrestaurants an der Upper West Side auf den Tischen herum und verwandelte Knabberstangen dabei kurzerhand in Dirigentenstäbe. Außerdem war auffällig, dass sie sich neuen Babysittern jedes Mal so unschuldig wie selbstverständlich in ihrem Geburtstagsanzug präsentierte... Bedenkt man diese Aspekte ihrer Kindheit, verwundert es kaum, dass sich das kleine Mädchen, das in einer wohl situierten New Yorker Familie mit italienischen Wurzeln aufwuchs, zu einem leicht exhibitionistisch veranlagten Multitalent und zu einer Singer/Songwriterin mit ausgeprägtem Hang zu schrillen Performances entwickelt hat, oder besser: zum Phänomen namens Lady GaGa. „Ich war schon immer eine Entertainerin. Schon als kleines Mädchen habe ich mich andauernd in Szene gesetzt, und im Grunde genommen mache ich das auch heute noch“, setzt die 22-Jährige an, die sich mit ihrer Dance-Pop-Hymne „Beautiful Dirty Rich“ in der Clubszene der Lower East Side schon längst einen Namen gemacht hat. Nicht ganz unwichtig waren dabei ihre leicht ironischen „Shock Art“-Performances – die Bezeichnung spricht Bände –, in deren Rahmen sich GaGa, die ihre Bühnen-Outfits übrigens selbst anfertigt, nicht nur von ihrer wildesten Seite präsentierte, sondern ihre in Eigenarbeit gefertigten Hüllen auch nach und nach bis auf Hot-Pants und Bikini-Oberteil fallen ließ, ein paar Dosen Haarspray zu Feuerwerkszwecken einsetzte und schließlich eine lässige Pose einnahm, während die Discokugel langsam zu den Klängen von „A Clockwork Orange“ heruntergefahren wurde. „Rock und Pop und Theater waren schon immer meine Welt. Als ich dann Queen und David Bowie entdeckte, machte das auch plötzlich vollkommen Sinn. An dem Punkt wurde mir nämlich klar, dass ich alle drei Bereiche miteinander kombinieren kann“, sagt GaGa, die sich ihren Künstlernamen übrigens von Queens „Radio Gaga“-Klassiker entliehen hat. Fragt man sie dann nach ihren Vorbildern in Sachen Fashion, nennt sie Peggy Bundy und Donatella Versace in einem Atemzug. „Sie alle sind meine Ikonen, meine Kunst-Ikonen. Denn es geht um mehr als nur um die Musik. Die Performance ist wichtig, die Haltung, der ganze Look – das alles gehört zusammen. Das ist die Welt, die mir als Künstlerin vorschwebt; das ist die Richtung, in die ich gehen will.“ Zwar klingen ihre Ziele nicht gerade bescheiden, aber ein flüchtiger Blick auf die Vita der 22-Jährigen genügt, um zu erkennen, dass sie definitiv das Zeug dazu hat: Schließlich hat Lady GaGa schon im zarten Alter von vier Jahren Klavierspielen gelernt – und zwar einzig und allein nach Gehör. Mit 13 hatte sie schon ihre erste Klavierballade komponiert. Als 14-Jährige trat sie dann abends bei Open-Mic-Veranstaltungen in Clubs wie dem „Bitter End“ auf, während ihre Klassenkameraden an der Convent of the Sacred Heart School (diejenige Privatschule, die auch Nicky und Paris Hilton besucht haben) sie tagsüber für ihren extravaganten und exzentrischen Style hänselten. Weitere drei Jahre später war sie eine von 20 auserwählten Teenagern, die schon vorzeitig an der Tisch School of the Arts (an der New York University) zugelassen wurden, obwohl sie noch gar nicht das nötige Alter erreicht hatten. Schließlich unterzeichnete sie noch vor ihrem 20. Geburtstag einen Vertrag und schrieb von nun an Songs für andere Popgrößen: u.a. für die Pussycat Dolls, doch hat Lady GaGa auch schon für diverse andere Interscope-Künstler komponiert. Betrachtet man also, was sie schon vor der Veröffentlichung ihres Debütalbums alles geschafft hat, klingen ihre Ziele plötzlich gar nicht mehr so abgehoben. Im Gegenteil: Sie klingen nahe liegend. „Mein Ziel als Künstlerin ist es, ein Popalbum zu machen und es den Leuten auf vollkommen neuartige Weise zu präsentieren“, sagt GaGa weiterhin, die für „The Fame“ (Streamline/Interscope/KonLive), so der Titel ihrer Debüt-LP, sämtliche Texte und Melodien im Alleingang geschrieben und auch einen Großteil der Synthesizer-Parts selbst eingespielt hat. „Man könnte fast sagen, dass ich die Leute mit einem wirklich coolen Ansatz ködern und in meine Popwelt zerren will. Ich präsentiere ihnen ein Stück Zucker, und dann ist da noch die Medizin – das bin ich.“ Dabei ist die Dosierung, die GaGa für „The Fame“ gewählt hat, genau genommen noch eine andere: Zwei Teile Dance-Pop auf einen Teil Electro-Pop und einen Teil Rock, diese Mischung in den Mixer, ein Schuss Disco und ein paar burleske Varieté-Elemente dazu und dann großzügig auf klangliche Martini-Gläser verteilen – fertig. Eine Mischung, die sofort ins Blut geht, die Hüfte in Bewegung setzt und schon bald zum einen oder anderen „Fame“-Gelage führen dürfte. „Das Album handelt davon, wie sich heute jeder wie ein Star fühlen kann“, erklärt sie. „Popkultur ist Kunst. Man ist nicht automatisch cool, nur weil man Popkultur verabscheut, also habe ich mich voll und ganz darauf eingelassen, was man auch deutlich auf `The Fame´ hören kann. Es geht um Ruhm, aber um eine Art von Ruhm, die man mit anderen Menschen teilen kann. Jeder ist zu dieser Party eingeladen. Ich will ein Lebensgefühl mit den Leuten teilen; die Zuhörer sollen sich als Teil dieses Lifestyles fühlen.“ Schon das Eröffnungsstück des Albums, „Just Dance“, das auch als erste Single erscheint, zwingt einen mit „einem ausgelassenen Vibe, der nach einer Party in L.A. klingt“, auf die Tanzfläche. Ähnlich eingängig ist auch „Boys Boys Boys“, bei dem sich GaGa ihre klanglichen Vorbilder ganz offen auf die Fahne schreibt: „Ich wollte das Pendant zu `Girls Girls Girls´ von Mötley Crüe schreiben und dem Stück dabei meinen ganz persönlichen Stempel aufdrücken. Es sollte ein Popsong sein, auf den auch Rocker abgehen.“ „Beautiful Dirty Rich“ hingegen ist ein Bericht über die Phase ihrer Selbstfindung, über das Leben in der Lower East Side mit all den Partys und Drogenexperimenten. „Das war eine Phase, in der ich auf viele Fragen eine Antwort gesucht habe“, sagt GaGa. „Doch als ich dann zu dem Entschluss kam, mich auf die Musik zu konzentrieren, bemerkte ich schon sehr bald, dass sie mir viel mehr gibt als das ganze Partyleben.“ Der Song „Paparazzi“ klingt zunächst wie ein Liebeslied, das den Kameras und Blitzlichtern dieser Welt gewidmet ist, und auch GaGa gesteht lachend, „dass der Song in gewisser Hinsicht tatsächlich davon handelt, die Paparazzi zu umwerben und auf den Ruhm einfach nur scharf zu sein. Allerdings darf man diese Aussage nicht allzu ernst nehmen. Mir geht es letztlich darum, wie viele Menschen heutzutage von dieser Idee besessen sind. Und dann stelle ich in diesem Song die Frage, ob sich ein Leben im Blitzlichtgewitter mit einer funktionierenden Beziehung vereinen lässt –, oder ob man zwischen Erfolg und wahrer Liebe wählen muss.“ Ihren Hang zu seichteren Liebesliedern präsentiert GaGa zum Beispiel mit „Brown Eyes“, ein von Queen beeinflusstes Stück, und dem süßlich-direkten Trennungssong „Nothing I Can Say (Eh Eh)“. „Mit `Brown Eyes´ kehre ich meine verletzliche Seite nach außen“, erläutert sie. „Und `Eh Eh´ ist ein astreiner Popsong, der von der Suche nach einem neuen Freund handelt, nachdem man die letzte Beziehung beendet hat.“ Zwar hat Lady GaGa mit ihrem Auftritt beim Lollapalooza-Festival 2007 und ihrer im März 2008 absolvierten Performance bei der Winter Music Conference bereits für jede Menge Aufsehen gesorgt, doch plant sie für die kommende Tour eine leicht abgeänderte – sprich: ausgefeiltere – Bühnenshow: „Die neue Show ist, wenn man so will, die Haute-Couture-Version derjenigen Performance, die ich in den vergangenen Jahren in den New Yorker Clubs präsentiert habe. Insgesamt ist sie viel besser durchdacht, obwohl die zentralen Elemente – also die Discokugel, die Hot-Pants, der Pailletten-BH und hochhackige Schuhe – auch weiterhin zum Einsatz kommen werden. Nur ist die neue Show noch viel wilder und ausgefeilter; sie geht mehr in Richtung Pop-Performance-Kunst.“ Heutzutage sind Popmusiker, die den klassischen Weg gehen und sich aus eigener Kraft hocharbeiten, eher eine Seltenheit. Anstatt Auftritte in zwielichtigen Clubs zu absolvieren und die Promotion auf eigene Faust zu erledigen, versucht es jeder auf dem direkten Weg; so stammen viele Popstars inzwischen eher aus Casting-Shows, aus Vorabendserien oder schlichtweg aus Familien, die schon vorher berühmt waren. Lady GaGa ist die Ausnahme zu dieser Regel. „Ich habe die Dinge so angegangen, wie es sich gehört. Ich habe in jedem Club in ganz New York City auf der Bühne gestanden: zunächst waren es Reinfälle, dann konnte ich die Fans irgendwann für meine Show begeistern, und während ich diese Lektionen gelernt habe, fand ich als Künstlerin zu mir. Ich habe gelernt, wie man als Musikerin überleben und wie man sich treu bleiben kann – und wie man Rückschläge wegsteckt. Und dann habe ich gelernt, wer ich als Sängerin und Performerin sein will. Und die ganze Zeit über habe ich unglaublich hart an mir gearbeitet.“ Abschließend fügt Lady GaGa noch augenzwinkernd hinzu: „Und jetzt will ich einfach nur Schritt für Schritt die Welt verändern – und dabei eine Pailette nach der anderen freilegen.“

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